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Geschichtliches

In den 30er Jahren des 19. Jahrhunderts beginnt die Geschichte des Juweliergeschäfts im Herzen von München. Kurz vor der Weihnacht des Jahres 1832 zahlte der Goldarbeiter Jeremias Neustätter 850 Florin für die Übernahme einer Goldschmiede „am Schrannenplatz 29 zunächst der Hauptwache“, dem späteren Marienplatz.
15 Jahre später bezeichneten sich Neustätter und sein Sohn als Juwelier, Graveur und Ciseleur und hielten ein „bestens assortiertes Lager von Juwelen, Goldwaren, Korallen, Granaten, Perlen, Silber und anderes mehr. Auch werden Wappen in Metall und Steine graviert“.
Am 12.7.1848 übernahm schließlich der langjährige Gehilfe Johann Carl Thomass,

Säcklermeistersohn aus Memmingen, im Alter von 24 Jahren die sogenannte „Goldarbeiter-Konzession“, für die inzwischen das fünffache ihres ursprünglichen Wertes verlangt wurde.
 
Das Jahr 1848, war von den politischen Unruhen der bürgerlichen Revolution geprägt.

Es bedeutete für Carl Thomass jedoch etwas ganz anderes: Er wagte nach vierjähriger Wanderzeit den Schritt in die Selbständigkeit. Und er heiratete die Tochter des Münchner Schefflermeisters Holzapfel, mit der er die Häuser am Marienplatz 1 und 2 kaufte und die Unternehmerfamilie begründete. Ursula und Carl hatten 7 Kinder, darunter Sohn Carl, dem als sein Nachfolger der Titel „königlicher Hofjuwelier“ verliehen wurde. Seine älteste Tochter Anna erwarb als Witwe und Nachfolgerin des Silberschmiedes Max Weißhaupt ebenfalls 1912 einen Hofjuweliertitel.


Nach dem 2. Weltkrieg erlosch die Eigentümerfamilie Thomass, der Name blieb. Die Firma wird seither nach alter Tradition jeweils von den erfolgreichen Meistern übernommen und weitergeführt.

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Das Copyright der historischen Bilder liegt beim Stadtmuseum München

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